Über Bozen und durch das Pustertal sind wir heute ca.320 km nach Bled gefahren. Das Pustertal ist einfach traumhaft schön. Selbst auf der Bundesstraße kann man so viel herrliche Wiesen sehen, das ich kurz davor war noch einen Tag dort zu verbringen.
Bled mit Umgebung ist einer der schönsten Alpenferienorte, bekannt durch ein mildes Klima und heilendes Thermalseewasser. Die Schönheit der sich im Seewasser widerspiegelnden Bergen, Sonne, Stille und frische Luft stellen zu jeder Jahreszeit ideale Voraussetzungen für eine angehme Erholung oder aktive Ferien. Bled lockt sowohl Geschäftsleute, Künstler und Sportler, als auch Forscher und Freisportler. Bled hat noch keinen Besucher unberührt gelassen. Alt und Jung aus der ganzen Welt kehrt immer wieder zurück, um
sich von seinen Schönheiten aufs Neue entzücken zu lassen.
Bled im Wandel der Zeit
Der fruchtbare Boden und die geschützte Lage von Schloßberg und Insel luden die ersten Siedler geradewegs dazu ein, sich in der Umgebung von Bled niederzulassen. Die ersten seltenen Spuren des Menschen in Bled stammen noch aus der
Steinzeit. In der Eisenzeit, als in den Alpen die Eisengewinnung begann, nahm die Bevölkerungsdichte zu. Ausgrabungen unter der slawischen Nekropole in Pristava am Fuße des Schlossbergs brachten die Überreste von 80 Gräbern aus der frühen Eisenzeit (800 bis 600 v. Chr.) zutage, Funde aus der Zeit der Besiedlung durch Römer und Kelten sind dagegen bescheidener. In größerem Umfang wurde Bled erst durch die Slawen besiedelt und zwar in zwei Wellen: Die ersten slawischen Siedlungen befanden sich wahrscheinlich genau an den Stellen, wo im späten Mittelalter die ersten Dörfer am See entstanden: Mlino, Želeče, Zagorice, Grad und Rečica. Es sind mehrere Grabstättenfunde bekannt: Žale – der heutige Friedhof (archäologische Grabungen aus dem Jahre 1894), der Park der heutigen Villa Bled (1929), die Nekropole in Želeče (1937), die große Nekropole in Pristava (1948 - 1951), die Grabstätten auf dem heutigen Parkplatz unterhalb der Schloßzufahrt (1960, 1968), sowie die Nekropole auf der Bleder Insel (1962 - 1966).
Besiedlung durch die Slawen
Die erste slawische Besiedlungswelle geht zurück ins 7. Jahrhundert, während die zweite etwa zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert das Bleder Talbecken erfaßte. Die Funde aus der Zeit der ersten Besiedlung veranschaulichen die Kultur des slawischen Staatsgebildes unter König Samo (632-658) und der spätantiken Tradition dieser Gegend. Funde aus der Zeit der zweiten Besiedlungswelle, wie etwa die Grabbeigaben (halbmondförmige, gravierte Ohrringe, Ringe, runde Broschen und Eisendolche) geben Auskunft über die historische Entwicklung Bleds bis zum 10. Jahrhundert. Ein Teil dieser Funde ist im Schloßmuseum ausgestellt.


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